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https://diaryofdarkness.wordpress.com/  

29.7.15 09:20


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Die Welt hat sich verändert. Nicht die äußere, reale und brutale Welt. Sondern die eigene Innere. Es hat sich etwas verschoben. Und ich merke die Veränderungen an und in mir fast jeden Tag.

Ich merke, dass ich mich nicht mehr an etwas klammere, was es nicht gibt und nie geben wird. Ich spüre die Zuversicht in mir, dass ich mit meinen eigenen Dämonen leben kann. Das wir zwei uns eigentlich ganz gut verstehen. Vielleicht wird das ja noch etwas mit uns.

Ich spüre, dass ich etwas gejagt habe, was auch anders befriedigt werden kann. Dass Bedürfnisse nicht immer gleich behandelt werden müssen. Und dass die Abhängigkeit von anderen Menschen nicht mehr überwiegt, wenn man weiß, woher es kommt.

Es ist faszinierend die Gefühlswelt in einem zu betrachten, zu hinterfragen und plötzlich eine Antwort auf die ganz große Frage zu haben: Warum? Und es ist noch viel faszinierender, dass der Schlüssel klein und fein in mir lag. 

Geahnt hatte ich es ja schon immer. Irgendwie. Aber nun habe ich einen Weg vor mir. Das fasziniert mich mehr als alles andere. Es ist schön dem Monat Juli beispielsweise gelassen gegenüber zu stehen und keine depressive Welle überkommt mich. Es ist noch schöner, dass ich meine momentane freie Zeit nutzen kann. Für mich. Mit mir. Eine Undenkbarkeit vor ein paar Monaten noch! Mittlerweile Realität. Für mich. In Gedanken verankert. Ein schönes Gefühl. Ein ruhiges.

Und ich bin froh diesen Schritt getan zu haben. 

20.7.15 14:40


Der Mai hat mittlerweile im Land Einzug gehalten. Vor meinem Fenster blüht der Raps in prächtigen Farben und ich habe seit langem mal wieder das Gefühl, die Änderungen in den Jahreszeiten aktiv miterleben zu dürfen. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen ich irgendwann "aufwachte" und feststellte, dass nach dem Winter irgendwie der Herbst gekommen war. Nun habe ich es aktiv miterleben dürfen. Ein schönes Gefühl.

Wenn ich so die letzten Monate überfliege, scheint es, als würden die Probleme der Welt auf meinen Schultern lasten. Nun, vielleicht nicht der ganzen Welt, aber die anderer Welten. Die Probleme meiner Familie, die irgendwie nur ich scheinbar lösen kann. Ist es so? Oder machen sie es sich zu einfach? Oder mache ich es mir zu einfach um einer intrinsischen Motivation nachzugeben? Die Grenze verschwimmt vor mir, umgeben von Paragraphen und Machtspielen. Wie es auch kommt, ich habe den Mammutteil zu tragen. Habe ich? Muss ich?

Seit Anfang des Jahres nun habe ich mein ganzes Sein in professionelle Hände begeben. Es tut gut, mit jemanden darüber reden zu können, der nicht als erstes versucht Ausflüchte zu finden. Es gilt, wichtige Entscheidungen zu treffen, von denen mir keine passt. Eigentlich wollte ich etwas anderes. Ich wollte alles nicht mehr. Nun werde ich gezwungen, weiter zu machen und auch zu denken. Über Dinge, die mich eigentlich nie interessierten. Nun sind sie da. 

Manchmal gibt es Tage in meinem Leben, in denen ich mir denke, dass es so schlimm ja nicht ist. Dass alles, wie es passiert, seinen Sinn hat und ich damit leben kann. Dann kommen die Tage, an denen ich es nicht mehr kann. In denen die seelischen Schmerzen so groß werden, dass ich mir mein Ziel wieder vor Augen hole um einschlafen zu können. Dieses Ziel rückt in weite Ferne. Unerreichbar für mich. Gerade in diesem Moment ist es gut, so wie es ist.

Aber das Ziel hat einen Hintergrund, der nicht verschwindet, nur weil das Ziel sich verschiebt. Und im Endeffekt muss ich damit Leben. So wie es aussieht, für immer.  

8.5.15 10:38


Wenn ich gehen würde - egal wohin,
würdest Du mir eigentlich folgen?
Wie weit würdest du gehen,
um mich zu sehen,
um ganz nah bei mir zu stehen?

Wenn Du sagst, Du gehst - egal wohin,
und ich würde Dir dann folgen.
Inwieweit wäre Dir das lieb,
wäre Sehnsucht Dein,
oder wärst Du gern allein?

Bis wohin geht der Weg - wie lang zu zweit?
Wann wird einer von uns scheiden?
Kann der eine ohne den anderen sein?
des Partners Nähe meiden?

Wir beide kommen mir manchmal wie Raben vor,
die einander umkreisen.
Ein Leben lang zusammen, mal fern mal nah,
miteinander reisen!

Lass uns weiter ziehen - ewig vereint,
zusammen das Leben meistern!
Zu zweit den Sturm des Schicksals überstehen,
an Liebe uns begeistern!

Wenn einer nicht mehr kann und rasten muss,
weiße Federn, voller Narben,
der andere wird dann stets zur Stelle sein -
zweisam, wie zwei Raben ...

~~~~~ WETO - Zwei Raben ~~~~

27.11.14 09:44


Es ist lange her, dass ich versucht habe Gedanken in Worte zu kleiden und niederzuschreiben. Mein Kopf ist aber auch so voll, dass eine sinnvolle aneinanderreihung unmöglich erscheint.

In meinem Büro türmen sich Kartons in die Höhe, zeigen mir weitere Veränderungen an, die anstehen. Die erste Veränderung habe ich erstaunlich gut bewältigt, wobei erstaunlich gut in meinem Fall bedeutet, dass ich weder getürmt bin, noch meine alte Gegend aufgesucht oder jemanden bisher umgebracht habe. Gründe für den letzten Punkt sind erstaunlich viele in dieser Zeit aufgetaucht. Aber aus dieser Sicht gesprochen, habe ich die Veränderung erstaunlich gut bewältigt.

Die andere Sicht sieht anders aus. Da haben wir es mit Schlafminderug (dafür qualitativ höher) zu tun, ständiger Unruhe und Nervösität und einer neuen Form der Paranoia, geschuldet aus dem Umstand, einfach mehr Räume zur Verfügung zu haben. Mein inneres ist so zerisssen, dass ich momentan keinerlei Möglichkeit sehe, wie ich das beheben kann. Da kommt mir die Hektik des beruflichen Alltages nur recht, auch wenn sich alles in mir sträubt noch einen Termin mehr dazwischen zu schieben. Aber: Je mehr ich unterwegs bin, desto weniger renne ich vor etwas davon, was sich unsichtbar hinter mir herschiebt. In der Realität des Berufes hat soetwas keinen Platz und keine Zeit.

Auf der gezwungenen gestrigen Zugfahrt sah das anders aus. Da hatte mein Kopf Zeit und brachte alles mit sich, was in den letzten Monaten ungehört verhallt war. Gepaart mit der Frage, warum man in IC die Fenster nicht öffnen kann um sich spontan bei etwas mehr als 200 km/h aus dem Fenster "fallen zu lassen".

Einen ersten Vorstoß für Hilfe zur Selbsthilfe habe ich auch bereits hinter mich gebracht. Und mit Erschrecken festgestellt, dass ein Kampf um Terminierung und Zuständigkeiten entbrannt ist, den ich momentan nicht führen will. Der Gedanke, wenigstens die letzten Jahre noch etwas Ruhe vor mir selber zu haben, scheint nicht erfüllbar zu sein.

26.11.14 15:25


Manchmal überkommt mich die Frage: Warum nochmal?

Ich sitze in meinem Büro, vor meinem Rechner und ärgere mich. Ärgere mich über das Wetter, was einen schlechten Start in das Seminar bietet. Ärgere mich über meine Kollegen, die gute Laune haben, weil sie ausgeruht sind. Und ich ärgere mich über meine Schwester, weil es momentan so ist, wie es ist und ich erkannt habe, auf welcher Stufe ich stehe.

Auf gar keiner.

Es ärgert mich, dass ich immer da bin, wenn Hilfe gebraucht wird und im Umkehrschluss keiner da ist. Es ärgert mich, dass ich mich darauf verlassen habe und nun verlassen da stehe. Ich ärgere mich über mich, weil es mich ärgert. Ich nicht einfach den Tatsachen ins Gesicht schaue und es mit einem "Was auch immer" abtue.

Sie hat Zeit, sie hilft gerne, sie ist immer erreichbar, es ist ja schließlich ihr Job.

Genau das schießt mir durch den Kopf und macht mir bewusst, dass genau diese Einstellung von manchen Menschen auf mir lastet. Wenn man mich braucht, kennt man meine Nummer - ja man weiß sogar wo ich wohne. Wenn nicht, dann nicht. Dann gibt es keinen Grund sich mit mir in Verbindung zu setzen. Das tut weh und zeigt mir auf, was mir schon immer klar war, aber von mir viel zu gern abgeschoben wird - ich bin allein. Und werde es auch bleiben. Und sobald ich einmal nicht spure, wie ich soll, werden alle Hebel in Bewegung gesetzt. Psychologische Keulen werden geschwungen, Familienmitglieder integriert und das alles mit einem Ziel: Ich soll tun, was verlangt wird. Danach kann ich wieder meiner Wege gehen, danach bin ich nicht mehr interessant.

Nun, ich habe eine interessante Mitteilung für diesen Teil der Menschheit: Danke für das in mich gesetzte Vertrauen, aber leider muss ich Euch mitteilen, dass ich diese Stelle verlassen werde. Begleitet werden diese Worte von einem Symbolischen Mittelfinger, den sich jeder sonst wohin stecken kann.

Meine Grenze der seelischen Grausamkeiten ist erreicht und ich sehe nichts mehr ein. Für niemanden.

Danke für eure Aufmerksamkeit.

10.10.14 10:48


Manchmal, wenn ich auf Vergangenes blicke und die Bilder grobgekörnt vor meinen Augen tanzen ...

... wünsche ich mich zurück. Zurück in einer Zeit, als mir vieles noch egal war. Als ich gleichgültig durch die Welt gelaufen bin und alles außerhalb meines Kopfes mein Interesse nicht wecken konnte.

Nun sitze ich mal wieder vor dem kleinen, feinen Scherbenhaufen meiner kleinen, feinen Hoffnung und starre etwas an, was sich just in diesem Moment wieder versucht aufzubauen. Es ist ein innerer Kampf, den ich weder gewinne, noch verliere. Ich führe ihn - täglich - und finde kein Ende. Ich sitze hier und starre auf mein Handy, obwohl ich nicht genau weiß, auf was ich eigentlich warte. Was ich mir wünsche. Und doch, wenn man die Hoffnung ließe - sie würde Bücher voll schreiben mit all den Dingen, die ich erwarte und mir wünsche. Nur damit ich diese Seiten dann wieder verbrennen kann - um einfach aufzuzeigen, dass es unmöglich ist.

In den letzten beiden Wochen ist viel passiert. Für mich zuviel, um meine kleine heile Welt zum zerbrechen zu bringen. Ich habe mich versucht zu öffnen und bin mit Vorschlägen konfrontiert wurden, die selbst bei grober Betrachtung Schwachsinn sind. Aber sie zeigen mir in meiner Gänze auf, dass nicht einmal die Personen in meinem Engeren Kreis an mich glauben. Daran, dass Wünsche erfüllt werden können.

Es gibt momentan keine Droge, in die ich mich stürzen kann. Selbst die Arbeit hält meinen Gedankenkreisel auf. Er ist da und er wird mich erneut in die Tiefe ziehen.

...damit ich die Bilder nicht sehen muss, die mein verwirrter Verstand mir vorgaukeln möchte, und die mich aufs Äußerste beunruhigen, ... (ASP - Fremde Erinnerungen)
3.9.14 19:52


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