Titel

Auszug aus Zeilen an mich selber...  

Liebe Hoffnung,

ich muss diese Zeilen an dich schreiben, weil ich mit meiner Meinung und Ansicht wahrscheinlich bald kein Gehör mehr bekomme. Nämlich immer dann, wenn du der Meinung bist, dich unbedingt am Leben erhalten zu müssen. (...)

Ich beobachte dich schon eine ganze Weile. Du hast mich weggesperrt, dachtest du. Du hast mir versucht einen Maulkorb zu verpassen und mich zu vergraben – doch all das bringt nichts. Sieh mich lieber als die Hilfe an, die dir ansonsten keiner geben kann. Sieh mich als die Person an, die dein Leben und dich am bestem – rational und realistisch – beurteilen kann.

Warum ich gerade jetzt an dich diese Zeilen richte liegt an der Erkenntnis, die unser Bewusstsein gerade auf der Autobahn überfallen hat. Ich fand es sowieso sehr rätselhaft, deine ganze Gefühlswelt, die sich plötzlich auftat, als sich klar abzeichnete, was ich schon die gesamte Zeit gewusst habe.  (..)

Und nun mal voll im Ernst: Hast du wirklich gedacht, dass er sich für dich interessieren könnte? Ich weiß, dass du es versuchst abzustreiten – deine Gefühlswelt liegt ziemlich klar vor mir und ich muss dich leider in deinem eigenen Selbstbild enttäuschen. Ja, ich habe mitbekommen, dass sich deine eigene Ansicht in den letzten Wochen mal wieder verändert hat und Illusionen sind ja auch was feines um sich festzuhalten – aber eine gewisse Realität solltest du nie aus den Augen verlieren! (...)

Ich habe versucht nicht zu lachen, als uns deine Erkenntnis traf. Aber du musst schon zugeben, dass es langsam aber sicher sehr peinlich wird, so naiv und hoffnungsvoll durch das Leben zu gehen.  (..)

Du müsstest doch mittlerweile oft genug festgestellt haben, dass Hoffnung uns nicht weiterbringt. (...) Wie lange ist es jetzt her? Sind es schon 5 Jahre? Und was ist in diesen 5 Jahren alles passiert? Nichts. Aber wirklich rein gar nichts. Nicht einmal schemenhaft hatte sich irgendetwas abgezeichnet, was auch  nur ansatzweise diese naive Lebensvorstellung begründen könnte.

Konzentrier dich bitte wieder auf das, was real ist, lass die Hoffnung fallen und blick realistisch auf das, was du Leben nennst und was du unbedingt – und keiner weiß wirklich warum – erhalten willst. Na gut, ich lass dir deinen Spaß. Denn zum Glück hat es ja ein Verfallsdatum.

8.8.13 22:12


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Gefühlt ist der Montag Wochen her. Mittlerweile habe ich ein neues Buch gelesen, einen neuen Meilenstein meines eigenen Denkens in diesem Problem gesetzt. Und fange an, meine eigene Taktik und Strategie zu erarbeiten. Mit Tipps, Hintergründen und Taktiken von - ich mag es selber kaum glauben - Polizeiarbeit.

Ich habe eingesehen, dass Emotionen hier nichts bringen werden. Denn ER ist emotionslos, wenn man die diebische Freude in SEINEM Grinsen einmal abzieht. Das Prinzip "Auge um Auge, Zahn um Zahn" wird mich hier alles kosten, soweit darf es nicht kommen.

Nebenbei ist eine neue Band - in meiner Stadt geboren - in meine kleine Welt eingezogen.

~~~Steinkind - Weil nur hier oben ~~~

Wenn die Ruhe sich wie Nebel senkt
Wenn der Asphalt wieder atmen kann
Wenn der Abend diesen Lärm verschluckt
Wenn man den Regen theoretisch wieder hören kann

Wenn Millionen Lichter Sterne spiegeln
Millionen Kerzen auf Gesichter scheinen
Wenn sich fremde Menschen Liebe schwören
Wenn Glück und Trauer durch die Kneipen schleichen

Dann nehm ich Anlauf, fang an zu fliegen
Ich nehme Anlauf, fang an zu fliegen

Dann nehm ich Anlauf, fang an zu fliegen
Weil ich hier oben wieder Luft zum Atmen kriege
Ich nehme Anlauf, fang an zu fliegen
Weil nur hier oben Träumer Luft zum Träumen kriegen

Wenn hartes, lautes Licht die Schritte lenkt
Weil dasselbe Licht dir Glück verspricht
Wenn ein Teil von dir zu Hause bleibt
Wenn Versprechen, Geld und Lüge locker sitzt

~~~~Steinkind - Weil nur hier oben ~~~~

11.7.13 10:51


Dsa Kind am Brunnen

Als ich gestern aus dem Büro gestürmt bin, war ich wütend. Ich war so wütend dass ich IHN am liebsten sofort angerufen hätte. Hätte IHM meine Wut gerne in die Ohren geschrien und IHM gedroht. Danach hätte ich einen Auftragskiller nur für IHN engagiert um meinem Ärger die Luft zu lassen, die er so dringend braucht.

Ich habe niemanden angerufen. Habe beim nach Hause fahren wütend versucht Musik zu finden, die mich beruhigt. Und habe noch wütender andauernd auf das Lenkrad gehauen, als ich weder Musik noch Beruhigung finden konnte. Meine Unordnung ist aber auch manchmal furchtbar.

ER hat mir eine Falle gestellt und ich bin - blind - hineingelaufen. Blind für das, was so offensichtlich war, immer und jederzeit damit beschäftigt gewesen, SEINE Worte zu filtern und SEINE Körpersprache zu verstehen. Es ist ein Spiel, dass ER spielt, in dessen Spielregeln ich nicht eingeweiht bin. Und zu dem mir jeder Außenstehende etwas anderes sagt.

Ich habe den ganzen Abend darüber nachgedacht, in der Nacht von IHM geträumt - wir beide alleine und nur ich bewaffnet, ein Kampf in dem nur einer überleben wird. Gleichzeitig will ich das ganze sofort aufgeben, den Kopf einziehen und verschwinden, die Konsequenzen werde ich alleine tragen müssen. Das regt mich noch mehr auf - ich muss in der ganzen Bundesrepublik anrufen, um irgendwo wirkliche Hilfe zu bekommen! Warum muss man so etwas auch alleine machen?

Das Kind sitzt noch am Brunnen, die Beine baumeln über dem tiefen Abgrund. Nur noch ein Schubs, mehr verstrichene Zeit, und es wäre gefallen. Hinein in das verschlingende schwarze Loch, aus dem es kein Auftauchen mehr gibt.

Es gilt, das Kind vom Brunnen wegzuholen. Schadensbegrenzung.  

9.7.13 10:46


Nach gut drei Wochen sitze ich wieder in meinem Büro und starre die Uhr an, dass sie weiter laufen soll. Feierabend soll werden. Es hat sich nichts geändert.

Die Zeit in Amerika war - voll, toll, viel und zu schnell vorbei. Seattle ist eine schöne Stadt. Bis auf das auf und ab gefällt sie mir richtig gut. Ich habe mich wohl gefühlt. L.A. und Las Vegas sind eine Reise wert, aber nochmal würde ich es nicht machen. Seattle dagegen schon, besonders da der Strand so nah ist. Ich liebe das Meer.

Ich muss vieles ersteinmal verarbeiten. Wühle mich durch Bilder und kleine Filme und kann immer noch nicht fassen, dass ich wirklich so weit weg war. Und dass alles so gut geklappt hat.

Nun sitze ich auf Arbeit. Und habe keine Lust irgend etwas zu machen.

Vielleicht bräuchte ich mal Urlaub?

24.6.13 10:35


Die Reise nach Amerika rückt immer näher und meine körperlichen Funktionen verabschieden sich Schritt für Schritt. Wenn es so weiter geht, bin ich in einer Woche einfach nur noch ein körperliches Wrack und man kann die Einzelteile meines Körpers nach dem Flug nur noch auffegen.

Jedoch, dass muss ich mir zugute halten - ich kann noch schlafen. Ich schafe zwar schlecht und plage mich mit Alpträumen und solchen, die es einmal werden wollen, herum, aber ich bekomme Schlaf. Bin ich vielleicht wirklich nervös?

Ich bin nicht nervös, was den Flug angeht. Jedenfalls jetzt noch nicht. Das Aufeinander Treffen nach einem halben Jahr lässt mich zittern. Ich merke durch ihre Blogs und Nachrichten - ja, sie hat sich verändert. Und sehr wahrscheinlich habe ich mich innerhalb der letzten Monate auch verändert. Die Verbitterung und die andauernden Depressiven Anfälle, die mittlerweile keine Schübe mehr, sondern eine andauernde Welle sind, haben mich stark mitgenommen. Aller Wahrscheinlichkeit nach, habe wir uns in unterschiedliche Richtungen verändert. Und ich weiß noch nicht, ob ich mich soweit zurück halten kann um das alles unkommentiert zu lassen.

Ob ich meine Wut, die seit über einer Woche in mir gärt, kontrolliert zurück halten kann. Ob nicht schon ein unbedachter Auspruch ihrer Seits mich einfach in die Luft gehen lassen wird.

Ja, am liebsten würde ich momentan einen Rückzieher machen. Mir etwas ausdenken und alles absagen. Einfach dieser Gefahr nicht in die Arme laufen, sondern sich verkriechen und in Luft auflösen. Es geht nicht, das weiß ich. Aber der Wunsch ist da.

Es kommt soviel zusammen - das für mich fehlende Interesse an meinem Leben auf der einen Seite und das - ja irgendwie anders sein von ihr. Ich kann es gar nicht beschreiben. Es hängt in der Luft und ich kann es nicht fassen.

Vielleicht sehe ich auch nur Gespenster. Luftgebilde, die bei der genauen betrachtung einfach in sich zusammen fallen. Vielleicht steckt hinter all dem einfach ein gekränkter Etwas, was sich nicht eingestehen will, dass es eben auch anders geht.

27.5.13 15:30


Ich bin momentan so wütend, dass mir manchmal die Luft zum atmen fehlt.

Ich bin wütend auf K. weil sie mich einfach im Stich gelassen hat. Um ihren Traum zu verwirklichen ist sie abgehauen, hat mich hier allein zurück gelassen und ein neues Leben angefangen. Und nun, da unser wichtigstes schwarzes Fest ansteht, drängt sie mich, doch hinzugehen, das nicht zu verpassen. Natürlich, alleine mach ich sowas liebend gerne - wer nicht?

Ich bin wütend auf meine Organisation, weil sie an einem Wochenende, an dem IMMER mein wichtigstes schwarzes Fest ansteht, einen hochkarätigen Termin reingeknallt hat. Um mehr Tage zu arbeiten zu haben. Erst war es gar nicht so schlimm - es konnte ja eh keiner mich begleiten. Nun kommen sie alle, dass sie doch können und könntest du nicht einfach absagen?

Wie stellt ihr euch das eigentlich alle vor?

Ich bin wütend auf meine Mutter, weil sie manchmal so ist, wie sie ist. Und weil wir, da ich genauso bin wie ich bin, zu oft aneinander geraten. Und weil sie mich gebeten hat, keinen Buh-Mann aus ihr zu machen. Das fällt verdammt schwer.

Ich bin wütend auf mich, weil ich gestern Nacht so feige war. Ich habe die Schreie gehört und hätte reagieren sollen. Doch die Starrsekunde, die mich momentan immer fesselt, war zu lang und ließ mich einfach das Fenster schließen und die Ohren zu halten. Was ich nicht höre, ist nicht da. Ich bin so verdammt feige.

Ich bin wütend auf die Welt, weil sie so ist wie sie ist. Und ich sie irgendwie nicht ändern kann. Nicht mal häppchen Weise.

Die Wut in mir ist so stark. Irgendwann frisst sie mich hoffentlich einfach auf und lässt nichts mehr von dem erbärmlich-komischen Wesen über, was die Welt einen Menschen nennt.

Hoffentlich.

15.5.13 14:33


Der Tag heute war - gelinde gesagt - einfach scheiße.

Er dürfte in meine TOP 10 mit aufsteigen.

Diese Tage - an denen man durch den Wecker hochgeprügelt wird und in den Knochen merkt, dass es heute nichts wird. Als ich dann total im Stress mal wieder vor einer eingeschlagenen Scheibe an meinem Auto stand war ich noch mehr gestresst und mit einer Mordswut versehen. Alles in mir drin schrie mal wieder danach, einfach zu töten. Es gibt so viele Möglichkeiten Vandalismus zu betreiben - sinnvollen Vandalismus - mein Auto aufzubrechen und zu durchwühlen gehört sicherlich nicht dazu. Es ist das Dritte Mal in gut einem Jahr. Und das dritte Mal überlege ich mir, mein Auto zu bewaffnen. Es gibt bestimmt tolle Möglichkeiten die Menschen sofort zu töten, die meinem Baby auch nur zu nahe kommen.

Die Polizei sieht das anders. Meine Vorschläge seien ein Angriff auf die Menschenrechte dieser Personen. Aha, gut zu wissen. Der Dieb hat also Menschenrechte, ich aber keine mein Eigentum vor ihm zu schützen. Ich bin begeistert.

Noch vor dem ersten Kaffee war ich über 180 angekommen. Nun ist der Tag fast vorbei - endlich. Danke. 

23.4.13 17:55


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