Titel

"Ich sehne mich dannach meine Flügel auszubreiten,sie sind verletzt,angerissen und ungleichmäßig..sie waren doch einmal so schön..so leicht und trotzdem stark, ich frage mich wo sie sich befinden und was mit ihnen passiert ist.Habe ich sie zerstört? Habe ich nicht an die Kraft meiner Flügel geglaubt..habe ich soviel erwartet.."

Diese Zeilen sind nicht von mir. Doch drücken sie momentan das aus, was in mir vorgeht. Ich weiß von wem diese Zeilen sind. Und mir tut es weh. Mir tut es weh, dass es ihr wehtut. Und dass ich ihr nicht helfen kann. Ich kann nicht einmal mir selber helfen und möchte doch ihr Seelenheil wieder herstellen.

"Ich habe mein Ziel verloren. Ich werde in ein paar Tagen 30 und bis dahin wollte ich soviel schaffen. Doch irgendwie ist nichts davon eingetreten, ich habe gewartet, dass etwas passiert und nun stehe ich da - und habe nichts."

Eine andere Baustelle, ein anderes scheinbar vergeudetes Leben. Es ist interessant wie viele Menschen sich so viele Ziele in ihrer Jugend stecken - wohin sie einmal wollen, welche Materiellen Dinge sie sich aneignen und wie glücklich sie alle damit sein würde. Und wenn man es nicht erreicht, ist man nicht glücklich.

Ich habe auch nichts erreicht, von dem, was ich eigentlich erreichen wollte. Im Gegenteil - ich bin eine von denen geworden, die ich früher immer mit Abscheu betrachtet habe. Ein Workaholic, der die Arbeit geheiratet hat und dessen Haus ein Auto ist. Keine Zeit für Freunde und Familie, keine Chance das einmal zu ändern. Und viel zu weit von dem entfernt, was ich mir einmal ausgemalt hatte. Habe ich deswegen mein Leben vergeudet? Ist mein Leben deswegen weniger wert? Bin ich deswegen weniger glücklich? Ich habe mich arrangiert - so wie es sich gehört. Lebe meine Rebellenphase länger aus, als andere das tun und werde damit auch wohl nie aufhören. Ich habe für mich erkannt, dass ich dieses bestehende System nicht aushalte und habe angefangen dagegen zu arbeiten. Und so romantisch das auch klingen mag, so bin ich doch nur in einem neuen System gefangen - einem System dass auf Kampf ausgerichtet ist und in dem es kein innehalten und verschnaufen gibt. Ein System, dass kategorisch jeden kaputt spielt, der sich auch dagegen auflehnt. Ein System dass anprangert und selber mit den brutalsten Methoden innerhalb der eigenen Reihen vorwärts schlägt - schade um jeden Kollegen, der nicht schnell genug war.

Es ist dieses aussichtslose Hamsterrad, dass jeden von uns irgendwann gefangen nimmt und einfach nicht wieder hergeben will. Weil das Leben damit einfacher ist, weil man zur Masse gehört. Das finde ich faszinierend.

Die Depressionen sind weniger geworden, oder vielleichth höre ich sie auch nur nicht mehr. Nur in solchen Phasen wie jetzt spüre ich einen leisen Anflug davon, der sich schon morgen früh wieder bei dem Blick in den Kalender geben wird. Wenn ich erneut in das Hamsterrad einsteige und fleisig meine Runden drehe.  

4.12.13 22:24
 
Letzte Einträge: Hier geht es weiter


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

Startseite
Archiv
Über...


Auftakt
Mein Ego
Tage wie dieser
Tage wie dieser ... II




Design



Gratis bloggen bei
myblog.de

Gratis bloggen bei
myblog.de