Titel

Ich habe schon lange nicht mehr geschrieben.

Irgendwie ist die letzte Woche, wenn ich sie so vor meinem inneren Augen Revue passieren lasse, ganz gut gelaufen. Nachdem ich das Seminar erfolgreich abgeschlossen hatte und stolz auf mich selber und meine Arbeit das große Haus verließ, schien alles perfekt zu sein.

Das zusätzliche Interesse an meiner Person von einem Jemand aus meiner Nähe, nährte mein Selbstbewusstsein ungemein. Ich war erstaunt, wie groß ein Ego werden kann.

Und nun, wenn ich über all das noch einmal drüber nachdenke, über die letzten Telefonate, die ich mit diesem Jemand hatte und den eigentlichen Grund dieser Anrufe, sowie meinen weiteren, schon fast geebneten Lebensweg betrachte, kann ich mit einem Grinsen im Gesicht sagen, dass ich zufrieden bin. Mehr brauche ich nicht zum Überleben.

Die Tatsache, dass ich meine kleine, geheime Rache an einem anderen Menschen durch meinen weiteren Lebensweg haben werde, bestärkt dieses Grinsen und ich freue mich diebisch auf das nächste Aufeinandertreffen, was er nicht verhindern kann. Ich war eine Weile wütend über mich selber, weil ich wirklich dachte, dass ich ihn verstehen kann. Weil ich wirklich der Überzeugung war, der Ausgang der ganzen Sache läge allein in meinem Scheitern. Aber nein, so war es nicht. Ich war erneuter Spielball eines seiner klassischen Spiele und wie ich das so erfahren habe, wuchs in mir der Hass auf ihn und seine Taten. Und ich wusste just in diesem Moment, dass ich mich rächen muss. Allein weil ich irgendwann mit ihm zusammen arbeiten werde, dagegen kann man nichts machen. Wir haben beide denselben Lebensweg und ich lasse es nicht auf mir sitzen, so ausgenutzt in eine Ecke gestellt zu werden. Vielleicht hat er sogar gelacht über meine Naivität. Und wenn, wird ihm dieses Lachen vergehen – ich habe lange genug mit angesehen, wie andere Menschen mich zerstört haben und dachte immer, es läge an mir. Ich sei die Schuldige in dem Spiel des Lebens und trage alleinig die Verantwortung für alles. Dem ist nicht so, war es nie. Und nun habe ich das Eingesehen. Vielleicht durch einen wirklich verdammt dummen Zufall, aber ich habe erkannt, was gespielt wird. Und ich habe es Satt, ständig Spielball eines Menschen zu sein. Der Plan ist schon gesetzt, die Ziele gesteckt, der Weg schon fast geebnet. Die letzten Steine, die mir noch im Weg liegen, muss ich allein aus dem Weg räumen und mit dieser Wut im Bauch, schaffe ich das auch. Das weiß ich. Und wenn ich am Ziel angekommen bin, werde ich über ihn lachen. Über sein dummes Gesicht. Über seine Taten, die dann plötzlich nicht mehr so sicher und Ziel gerichtet ausfallen werden. Ich werde lachen. Und es wird eine große Tat werden.

Ich bin gespannt, wie groß mein Ego noch werden kann.

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